W.I.R. – Ein Theaterprojekt von Children for Tomorrow und des Ernst Deutsch Theater
AM ANFANG …
stehen einzelne Jugendliche einander gegenüber – manche zurückhaltend, manche rau, alle neugierig. Der erste Austausch entsteht über eine Landkarte.
Gemeinsam sprechen die Jugendlichen über Orte, die sie kennen, durchquert haben oder Heimat nennen. Jeder markiert diese Orte in einer eigenen Farbe. Nach und nach entsteht ein Bild: Alle haben einen Ort, an dem sie sich zu Hause fühlen. Manche sogar mehrere. Einige Wege kreuzen sich.
Sie kommen von unterschiedlichen Ausgangspunkten und begegnen sie sich in Hamburg. Es ist ein erstes Zuhören, ein erstes Kennenlernen der Geschichten der anderen.






EIN WIR …
Ein halbes Jahr später, kurz vor der Aufführung, besucht Stefanie Graf bei den Proben im Ernst Deutsch Theater. Die Aufregung ist so groß, dass die Textbücher in der Schule liegen bleiben. Improvisation ist gefragt.
Und genau an diesem Tag wird sichtbar, was in den vergangenen Monaten entstanden ist: ein Wir.
Dorthin führt ein gemeinsamer Weg. Viele Gespräche, die Entwicklung von Szenen, Improvisationsspiele, Ausflüge, auch Streitigkeiten und Versöhnungen. Schritt für Schritt wachsen Vertrauen, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung.
Das Ensemble funktioniert inzwischen wie selbstverständlich miteinander. Es hilft sich gegenseitig, springt füreinander ein und trägt die gemeinsame Geschichte gemeinsam weiter.
Und überraschenderweise sitzt der Text auch ohne Bücher besser als gedacht.






DAS FINALE …
„Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näherkommen.“ Dieser Satz begleitet den Tag der Aufführung.
Die Spannung steigt.
Der Saal ist voll. Familien und Freunde sind gekommen, einige sogar aus anderen Städten angereist.
Bühne frei für Erinnerungen, Gedanken über das DORT und DAMALS, das HIER und JETZT und das MORGEN.
Es wird gelacht. Es wird geweint. Und am Ende gibt es großen Applaus.
Für das Ensemble ist er mehr als Anerkennung. Sie tragen eine weitere Erinnerung in ihren Herzen.












Nächste Woche trifft sich die Gruppe zum Abschied, aber eines ist klar: Alle wollen weitermachen.
Das Ensemble soll wachsen. Neue Mitspieler sollen dazukommen: The show must go on!

